Archiv für Juni 2009

“Sowas hier ist schön”

Dienstag, 16. Juni 2009

Es gibt wieder Erfreuliches aus der Presse zu vermelden, und zwar hat spreeblick, das Berliner Magazin für Pop und Politik, unsere Anthologie “Schau gen Horizont und lausche” besprochen. Vor allem das Wie ist überzeugend: neben der Abbildung des Covers wird die Kernaussage des Buches, “das, was die Stadt im 21. Jahrhundert ausmacht, aus unterschiedlichsten Perspektiven und in neuem Licht zu betrachten”, zur Debatte gestellt und fortan von zwei Redakteuren namens Björn und Fred in einem ausführlichen Gespräch hinterfragt.  Und da hagelt es durchaus Kritik, sachlich und gekonnt, und die eigenen skeptischen Erwartungen werden zu Teilen bestätigt. Aber es gibt vor allem wunderbares Lob:  Insgesamt ist es eine “bunte Anthologie geworden”, und die Redakteure führen Texte an, die sehr schön mit dem Thema Urbanität spielen. Stefan Petermann und Tilman Rau werden hervorgehoben, dann auch Ulrike Draesner mit einer “wunderbaren, poetischen Reportage über Kalkutta”.  Sehr gut (“großartiger Text”) gefällt den beiden “die kleine Stadt” von Toby Hoffmann, und auch Urs Mannhardts Beitrag über Pristina erfährt starke Resonanz. Von den  zuletztgenannten Beiträgen werden besondere Passagen zitiert und wohlklingend eingeleitet – eine schöne Sache. Fred zieht dann ein Resümee, dem erst einmal nichts hinzuzufügen ist: “Ich finde, das ist ein Buch, das sich gut verschenken lässt. Eine schöne, bunte Mischung, da ist für jeden Geschmack was dabei. ” Dass ihm der asphalt & anders Verlag zudem sympathisch ist, freut uns natürlich ungemein.  “Ich bin sehr gespannt, was da noch so kommt”, schreibt er zuletzt. Stefan Petermann kommt, mit seinem Roman “Der Schlaf und das Flüstern”, im September ist es soweit, und wir werden ihn gerne an spreeblick zur Begutachtung schicken – und dann ganz bestimmt als “richtiges” Buch.

Literatur zurück auf die Straße!

Dienstag, 09. Juni 2009

Im Rahmen der literatur altonale haben wir am 6. Juni die Literatur zurück auf die Straße gebracht. Der schon im Alltagsgeschäft stets mit guter Musik beschallte Kiosk am Ende der Ottenser Hauptstraße in Hamburg wurde nun Schauplatz der ersten Kiosk-Lesung mit Live-Musik. Erwartungsgemäß wurde es im ohnehin recht engen Verkaufsraum schnell sehr voll, sodass sich das Geschehen auch auf der Straße abspielte. Dank Schaufenster und Verstärker waren die Aktivitäten auf der improvisierten Bühne aber problemlos zu verfolgen, und die Veranstaltung wurde zum lockeren Open-Air-Happening. Martin Beyer, Christine Sterly-Paulsen und Tobias Heyel, die zum Teil lange Reisen gen Norden für diesen Abend unternahmen, lasen ihre Texte aus unserer Anthologie “Schau gen Horizont und lausche” beziehungsweise, im Falle von Tobias Heyel, slammten spontan anderes Urbanes auf die Ottenser Hauptstraße. Oliver Teetz, Nachwuchspoet und angehender Buchhändler, las “Laternenlicht” von Selim Özdogan. Dazu gab es Live-Musik von Kiosk-Besitzer Winfried Buck und seiner Band.  Winni, Doris und Thommy spielten ihre ganze Bandbreite, von Singer/Songwriter bis Blues.

Aber lassen wir doch zunächst die Bilder sprechen:

kiosk_11Die Herren Schröder und Mayr kurz vor der Kiosk-Lesung: Lächeln gegen die Anspannung.

kiosk_01Hier staunt Kollege Mayr nicht schlecht über den Menschenauflauf, der sich kurz vor Beginn der Lesung schon vor dem Kiosk eingefunden hat.

kiosk_02Und so sah die Szene kurz vor Beginn aus. Schon hier war klar, dass nicht alle in den winzigen Verkaufsraum passen würden. Aber wir waren in Sachen Außenbeschallung vorbereitet.

kiosk_04 Los geht’s! Martin Beyer liest “Die Medea der großen Stadt” – ein gelungener Auftakt des Abends.

kiosk_06Nach jedem Text gab es Musik von Winfried Buck und seiner Kiosk-Kombo. Hier haut Winni in die Saiten.

kiosk_07… und hier wird er stimmgewaltig unterstützt von Doris Haberkorn.

kiosk_08Tobias Heyel von “großraumdichten” slammt in Richtung Ottenser Hauptstraße und begeistert auch die Besucher der umliegenden Kneipen.

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Die Kiosk-Musiker vollzählig auf der Bühne. Ganz rechts zu sehen: Thommy kurz vor dem Ansetzen seiner Mundharmonika.

kiosk_09Der Nachwuchspoet und angehende Buchhändler Oliver Teetz und ein widerspenstiges Mikro. Man beachte folgendes Detail …

kiosk_10… unsere Anthologie im rauen Dichteralltag. Macht aber auch dabei eine gute Figur!

Nach mehreren Text- und Musikzugaben ging diese Veranstaltung am späten Abend zu Ende. Der harte Kern traf sich anschließend auf ein wohlverdientes Abendessen im “Cosmos” am Spritzenplatz. Und von dort zog wiederum der ganz harte Kern noch ins Hafenklang Exil, wo der Abend bei dem ein oder anderen Drink ausklang.

Stefan Petermann im Hamburger Abendblatt

Sonntag, 07. Juni 2009

Zeit für eine kleine Presseschau: Das Hamburger Abendblatt hat im Wochenend-Journal seiner Ausgabe vom 6. Juni einen Text aus unserer Anthologie abgedruckt. Auf knapp einer Doppelseite kann die Erzählung “Gefühlte Sicherheit” von Stefan Petermann gelesen werden. Wir freuen uns über diesen Erfolg und hoffen auf neue Leser für Petermann, der bei uns im Herbst seinen Roman “Der Schlaf und das Flüstern” herausbringen wird.

Hier geht’s zum Artikel: Stefan Petermann im Hamburger Abendblatt

Es wurde auch auf unsere gestrige Kiosk-Lesung hingewiesen, die ein voller Erfolg war. Eine Rückschau mit Bildern folgt bald an dieser Stelle.