EM 2012: Xóchil A. Schütz

In den nächsten Wochen steht wieder der Fußball ganz im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ist das mit unserem Verlagsprogramm vereinbar? Und ob! Wir haben unsere Autorinnen und Autoren nach ihren Tipps und Einschätzungen zur Europameisterschaft befragt. Heute starten wir mit einem Aufruf von Xóchil A. Schütz:

Fußball: Notwendige Verbesserungen aus Sicht einer Frau

Es mag Frauen geben, die Abseits erklären können. Es mag Frauen geben, die sich dafür interessieren, in welchem Verein ein Fußballer spielt, wie hoch seine Ablösesumme war oder wie viele Tore er in der vorletzten Saison geschossen hat.

Mich interessieren am Fußball Männerkörper.

Ich bin dafür, dass Fußballer in Zukunft nur im Tanga spielen. Ich möchte ihre Brüste, Schultern, Rücken, Oberschenkel und Hintern genauer betrachten. Statt einen Tanga zu tragen, könnten die Spieler auch ein schwingendes Horn auf ihr Geschlecht setzen. Wer es dann schafft, den Fußball mit seinem Horn aufzuspießen, macht ein Extrator für seine Mannschaft.

Liebe Männer, die Nummern der Spieler lassen sich problemlos auf Brust und Rücken malen. Ich verstehe nicht, dass wir in Zeiten knapper Ressourcen Stoffe und Textilfarbe für die Herstellung von Trikots verwenden. Lebensmittelfarbe auf atmender Männerhaut tut es auch. Ich bin zudem dafür, den testosteronhaltigen Schweiß der Spieler in der Halbzeitpause und nach dem Spiel aufzufangen. Er sollte in Flakons abgefüllt, haltbar gemacht und an einsame Frauen und mich verschenkt werden.

Die Gesellschaften werden andere sein, wenn meine Vorschläge zum Thema Fußball umgesetzt sind.

Bitte leiten Sie mein Begehren an die FIFA weiter, damit sich die heute beklagenswerte Situation bis zur WM 2014 verbessert.

Hochachtungsvoll

Xóchil A. Schütz

Xóchil A. Schütz ist in unserem Programm mit ihrem Debütroman Was ist vertreten

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