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„Das Gegenteil von Henry Sy“ im hohen Norden

Sonntag, 17. Februar 2013

Stefan Petermann ist mit seinem Facebook-Roman Das Gegenteil von Henry Sy im Norden unterwegs. Am Dienstag abend (19.2.) ist er zu Gast in der Bremer Zentralbibliothek am Wall, er wird dort aus dem Roman lesen und danach mit den Zuhörern über diese ungewöhnliche Form von Literatur sprechen; passt das überhaupt zusammen, Literatur und Facebook? Und schreibt sich solch ein Roman anders? Auf welche Formen von Literatur müssen wir uns im 21. Jahrhundert denn noch einstellen?

Henry Sy

Am Tag darauf (20.2.) stellt Stefan Petermann das Projekt dann im Literaturbüro Oldenburg vor. Was ist das überhaupt für ein Projekt, Das Gegenteil von Henry Sy? Im Dezember 2011 führte Facebook unter der Überschrift „Erzähle deine Lebensgeschichte mit einem neuartigen Profil“ die Chronik ein. Stefan Petermann, dem 2012 das Stipendium Bremer Netzresidenz verliehen wurde, griff diese Option auf. Er wollte ein Leben erzählen, das vor über sechzig Jahren begann. Ein wildes Leben, eines mit Brüchen und Überraschungen, mit Tragödien und Augenblicken des Glücks. Ein Leben, das in manchen Momenten die Zeitgeschichte kreuzte. Das Leben von Henry Sy. Ein fiktives Leben. Im Rahmen des dreimonatigen Stipendiums entwarf Stefan Petermann anhand von Facebook-Einträgen die Geschichte von Henry Sy. Sie wurde nicht chronologisch erzählt, sondern rückwärts, seitwärts, manchmal auch vorwärts. Die Facebook-Einträge funktionierten dabei wie die Kapitel eines Romans.

Stefan Petermann

Stefan Petermann hat auf zahlreichen Lesungen mit seinem Debütroman Der Schlaf und das Flüstern und mit den Erzählungen Ausschau halten nach Tigern sein Publikum begeistert. Man darf also auch bei dieser Lesetour gespannt sein!

 

EM 2012: Stefan Petermann

Samstag, 30. Juni 2012

Balotelli

Erst lief er

dann sprang er

dann schoss er

 

Wir warfen mit Spaghetti

doch er stand

drei Streifen auf dem Steiss

menschgewordener Granit

ein Monument der Hybris

in seinem Schatten

Dystopie

 

Balotelli

Stefan Petermann schreibt nicht nur über Fußball; bei asphalt & anders sind sein Debütroman Der Schlaf und das Flüstern sowie seine Erzählungen unter dem Titel Ausschau halten nach Tigern erschienen.

Buchtipp 2: Der Schlaf und das Flüstern

Dienstag, 06. Dezember 2011

Winterabend? Ab aufs Sofa und in eine besondere Geschichte eintauchen. Zum Beispiel in die über Janek und Pola. Stefan Petermann hat in seinem Roman Der Schlaf und das Flüstern eine ganz besondere Welt geschaffen. Die Atmosphäre wird euch schnell gefangen nehmen.

Darum geht’s:

Zwei Perspektiven, eine Geschichte. Von Pola, die die Zeit anhalten kann. Von Janek, der hinter ihr Geheimnis kommt. Von Lange Sömme, einem Ort, in dem die Straßen auch nachts noch nach Kamillenblumen riechen. Von Schmetterlingen, die getötet werden müssen, um ihre Schönheit zu bewahren. Von verschwundenen Vätern. Und von roten Flugzeugen, aus denen man springen muss, um ein Leben zu erfahren, das so magisch wie die Summe aller Wirklichkeiten ist.

Das sagt die Presse:

Ein fantastischer Roman, dessen Schrägheit so realistisch erzählt ist, dass ihr alles, was passiert eins zu eins glauben werdet. Ein wunderbar starkes Buch! Radio Fritz/RBB

Erster Satz:

Im Gras lag ein Körper, zwischen salzweiß blühenden Kamillen.

In das erste Kapitel hineinlesen (PDF).

Ja, perfekt, das passt! Wie komme ich an das Buch?

Das Buch kostet 18,90 Euro und kann am besten direkt über unseren Shop bestellt werden. Weitere Infos gibt es hier.

“Nicht sprachgewaltig und direkt …

Dienstag, 21. Dezember 2010

… sondern erzählerisch verborgen und verstrickt wirkt eine Ästhetik, deren Teile sich zum Ende hin erheben und in sich einen eigenen Kosmos erschaffen. Eine Welt, die realistisch erscheint, aber dennoch so fern von allem ist, was man kennt.” So heißt es in dem Musikmagazin MainStage über Stefan Petermanns Roman “Der Schlaf und das Flüstern“.

Und bei den Düsseldorfer Lesefreunden erfährt unser Herbsttitel “Dorian. Ein Scheitern in Postkarten” eine schöne Resonanz: “Die Person Dorian bleibt ein großes Rätsel, was die Spannung zwischen den Zeilen jedoch noch erhöht. Mit prägnanten Sätzen hat der Leser das Gefühl, direkter Empfänger der Botschaften zu sein, die hier so unmittelbar und dennoch poetisch daherkommen.”

Eine nette Ankündigung der Lesung von Selim Özdogan am 6. Dezember in der Kölner Zoo Bar gab es in der Stadtrevue. Die Lesung wurde übrigens im Radio-Literaturmagazin Seitenansicht (KölnCampus) übertragen; alle 2 Wochen wird hier über Literatur in Köln berichtet, über Lieblingsbücher und mit Autoren geschnackt.

Herzlichen Glückwunsch …

Freitag, 19. November 2010

… an unseren Autor Stefan Petermann für den 1. Jurypreis beim diesjährigen Eobanus-Hessus-Schreibwettbewerb. Der mit 500 Euro dotierte Preis, gestiftet von der Landeshauptstadt Erfurt, wurde am 18. November in der Engelsburg verliehen. Stefan Petermann erhält ihn für seine Erzählung “Heute lernen wir Tschüss zu sagen”, die übrigens in seinem neuen Buch, das im Frühjahr 2011 erscheint, drin sein wird. Stefan Petermann ist nach 2007 und 2009 bereits zum dritten Mal Preisträger des Wettbewerbs.  Der 2. Jurypreis ging an Michael Friedrich aus Eisleben, der 3. an die Erfurterin Laura Caterina Zimmermann.