Im Rahmen der literatur altonale haben wir am 6. Juni die Literatur zurück auf die Straße gebracht. Der schon im Alltagsgeschäft stets mit guter Musik beschallte Kiosk am Ende der Ottenser Hauptstraße in Hamburg wurde nun Schauplatz der ersten Kiosk-Lesung mit Live-Musik. Erwartungsgemäß wurde es im ohnehin recht engen Verkaufsraum schnell sehr voll, sodass sich das Geschehen auch auf der Straße abspielte. Dank Schaufenster und Verstärker waren die Aktivitäten auf der improvisierten Bühne aber problemlos zu verfolgen, und die Veranstaltung wurde zum lockeren Open-Air-Happening. Martin Beyer, Christine Sterly-Paulsen und Tobias Heyel, die zum Teil lange Reisen gen Norden für diesen Abend unternahmen, lasen ihre Texte aus unserer Anthologie “Schau gen Horizont und lausche” beziehungsweise, im Falle von Tobias Heyel, slammten spontan anderes Urbanes auf die Ottenser Hauptstraße. Oliver Teetz, Nachwuchspoet und angehender Buchhändler, las “Laternenlicht” von Selim Özdogan. Dazu gab es Live-Musik von Kiosk-Besitzer Winfried Buck und seiner Band. Winni, Doris und Thommy spielten ihre ganze Bandbreite, von Singer/Songwriter bis Blues.
Aber lassen wir doch zunächst die Bilder sprechen:
Die Herren Schröder und Mayr kurz vor der Kiosk-Lesung: Lächeln gegen die Anspannung.
Hier staunt Kollege Mayr nicht schlecht über den Menschenauflauf, der sich kurz vor Beginn der Lesung schon vor dem Kiosk eingefunden hat.
Und so sah die Szene kurz vor Beginn aus. Schon hier war klar, dass nicht alle in den winzigen Verkaufsraum passen würden. Aber wir waren in Sachen Außenbeschallung vorbereitet.
Los geht’s! Martin Beyer liest “Die Medea der großen Stadt” – ein gelungener Auftakt des Abends.
Nach jedem Text gab es Musik von Winfried Buck und seiner Kiosk-Kombo. Hier haut Winni in die Saiten.
… und hier wird er stimmgewaltig unterstützt von Doris Haberkorn.
Tobias Heyel von “großraumdichten” slammt in Richtung Ottenser Hauptstraße und begeistert auch die Besucher der umliegenden Kneipen.

Die Kiosk-Musiker vollzählig auf der Bühne. Ganz rechts zu sehen: Thommy kurz vor dem Ansetzen seiner Mundharmonika.
Der Nachwuchspoet und angehende Buchhändler Oliver Teetz und ein widerspenstiges Mikro. Man beachte folgendes Detail …
… unsere Anthologie im rauen Dichteralltag. Macht aber auch dabei eine gute Figur!
Nach mehreren Text- und Musikzugaben ging diese Veranstaltung am späten Abend zu Ende. Der harte Kern traf sich anschließend auf ein wohlverdientes Abendessen im “Cosmos” am Spritzenplatz. Und von dort zog wiederum der ganz harte Kern noch ins Hafenklang Exil, wo der Abend bei dem ein oder anderen Drink ausklang.