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Stefan Petermann und Henry Sy

Dienstag, 07. Mai 2013

Henry Sy

Das Gegenteil von Henry Sy ist der erste Facebook-Roman von Stefan Petermann, der „Echtzeitroman des 21. Jahrunderts“. Es geht um das Leben von Henry Sy, das sich mithilfe der Zeitleiste von Facebook vor dem Leser ausbreitet und dabei nicht chronologisch, sondern auf jede erdenkliche Weise vorgeht. Jeder Facebook-Eintrag ist ein Kapitel: mal sind es kleine Beobachtungen, mal einschneidende Erlebnisse, mal geht es dramatisch zu, mal amüsant. Als Leser kann man sich jederzeit einmischen, indem man das Geschriebene kommentiert, Fragen stellt oder einfach nur sein Interesse mit einem „Gefällt mir“ bekundet.

Stefan Petermann hat dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Bremen umgesetzt. Inzwischen ist Das Gegenteil von Henry Sy fertig, und es gibt die Gelegenheit, mehr über diese ungewohnte Art des Schreibens zu erfahren. Das Literaturzentrum Hamburg lädt zu einer Lesung mit Stefan Petermann ein. Dabei wird es auch Gelegenheit geben, mit dem Autor und Heike Müller vom Literaturhaus Bremen über dieses Projekt zu sprechen.

  • Literaturzentrum im Literaturhaus Hamburg
  • Schwanenwik 38
  • Beginn: 19:30 Uhr
  • Eintritt: 7,-/4,- Euro

„Das Gegenteil von Henry Sy“ im hohen Norden

Sonntag, 17. Februar 2013

Stefan Petermann ist mit seinem Facebook-Roman Das Gegenteil von Henry Sy im Norden unterwegs. Am Dienstag abend (19.2.) ist er zu Gast in der Bremer Zentralbibliothek am Wall, er wird dort aus dem Roman lesen und danach mit den Zuhörern über diese ungewöhnliche Form von Literatur sprechen; passt das überhaupt zusammen, Literatur und Facebook? Und schreibt sich solch ein Roman anders? Auf welche Formen von Literatur müssen wir uns im 21. Jahrhundert denn noch einstellen?

Henry Sy

Am Tag darauf (20.2.) stellt Stefan Petermann das Projekt dann im Literaturbüro Oldenburg vor. Was ist das überhaupt für ein Projekt, Das Gegenteil von Henry Sy? Im Dezember 2011 führte Facebook unter der Überschrift „Erzähle deine Lebensgeschichte mit einem neuartigen Profil“ die Chronik ein. Stefan Petermann, dem 2012 das Stipendium Bremer Netzresidenz verliehen wurde, griff diese Option auf. Er wollte ein Leben erzählen, das vor über sechzig Jahren begann. Ein wildes Leben, eines mit Brüchen und Überraschungen, mit Tragödien und Augenblicken des Glücks. Ein Leben, das in manchen Momenten die Zeitgeschichte kreuzte. Das Leben von Henry Sy. Ein fiktives Leben. Im Rahmen des dreimonatigen Stipendiums entwarf Stefan Petermann anhand von Facebook-Einträgen die Geschichte von Henry Sy. Sie wurde nicht chronologisch erzählt, sondern rückwärts, seitwärts, manchmal auch vorwärts. Die Facebook-Einträge funktionierten dabei wie die Kapitel eines Romans.

Stefan Petermann

Stefan Petermann hat auf zahlreichen Lesungen mit seinem Debütroman Der Schlaf und das Flüstern und mit den Erzählungen Ausschau halten nach Tigern sein Publikum begeistert. Man darf also auch bei dieser Lesetour gespannt sein!

 

Die Entstehung eines Romans …

Samstag, 03. November 2012

… live mitverfolgen? Bei Stefan Petermanns neuem Projekt funktioniert das in gewisser Weise. Sein Roman Das Gegenteil von Henry Sy, der von der Netzresidenz 2012 des Literaturhauses Bremen gefördert wird, setzt sich aus einzelnen Passagen auf der Facebook-Timeline zusammen, und der Leser kann so den Schreibprozess, die Entstehung von Handlung und Figuren, wenn auch nicht bei Stefan Petermann zu Hause am Schreibtisch, doch ganz nah miterleben. Er muss lediglich auf “Gefällt mir” klicken.

Titelbild

Erst vor Kurzem berichtete der MDR in seinem “Thüringen Journal” über dieses außergewöhnliche Projekt, und der Bremer Weser Kurier reiht Das Gegenteil von Henry Sy ein in eine Riege ähnlicher Projekte, etwa einen Roman, der auf Google Docs entsteht. Bald schon wird es die ersten Lesungen geben, unter anderem in Bremen und Oldenburg, und man darf gespannt sein, wie weit der Roman dann schon vorangeschritten sein wird.

Wir verlosen unter allen Lesern, die Das Gegenteil von Henry Sy liken, drei Exemplare von Stefan Petermanns Erzählungen Ausschau halten nach Tigern. Viel Glück und viel Spaß beim Lesen!

On the road mal wieder

Sonntag, 21. Oktober 2012

In den nächsten Tagen sind gleich drei unserer AutorInnen auf den Straßen Deutschlands unterwegs, um vor Live-Publikum aus ihren Büchern zu lesen. Daniela Chmelik macht den Anfang, im Haus III&70 in Hamburg stellt sie am 24. Oktober ihren Debütroman “Walizka” im “anderseitsalon” vor; moderiert wird die Lesung vom Hannoveraner Slammer Jan-Egge Sedelies. Die Frankfurter Rundschau zählt Daniela Chmelik übrigens zu den interessantesten Debütanten dieses Jahres und nahm sie und “Walizka” in ihre Literaturbeilage zur Buchmesse auf.

 

Weiter geht es schon am nächsten Tag: Selim Özdogan ist u.a. mit “Passen die Schuhe, vergisst man die Schuhe” zu Gast in der VHS Konz; für uns ist dieser Veranstaltungsort Premiere! Und Stefan Peterman liest im Rahmen der Bibliothekswochen in der Bibliothek Apolda aus seinem Band “Ausschau halten nach Tigern”; auch in Apolda sind wir zum ersten Mal – wenn das kein Grund ist, ein Gläschen zu trinken.

Am 29. Oktober ist wiederum Daniela Chmelik an der Reihe, mit “Walizka” ist sie bei der “Harburger Auslese” zu Gast. Mehr dazu findet ihr u.a. in der Ankündigung des Elbe Wochenblatts. Stefan Petermann rundet diesen kleinen Lesungsüberblick ab, mit seinem Facebookroman “Das Gegenteil von Henry Sy” ist er in Weimar in der Fotothek. Fachgeschäft für vergessene Privatfotografien am Start. Facebookroman? Das ist Stefan Petermanns neues Projekt, ein Stück Echtzeitliteratur, das in der Facebook-Chronologie zum Leben erweckt wird. Wenn euch das gefällt, habt ihr zudem die Chance, ein Exemplar seines Erzählbandes “Ausschau halten nach Tigern” zu gewinnen. Also, good luck und gute Reise!

Wer ist Henry Sy?

Samstag, 22. September 2012

Das Motto von Henry Sy lautet: „Im Zweifelsfall für das Gegenteil“. Auch wenn es unvernünftig scheint. Gerade dann. Trotzdem gelingt ihm ein geradezu außergewöhnliches Leben. Da ist Magda, sehr wahrscheinlich seine große Liebe. Da ist Rottmann, der Henrys Unglück will. Da sind die undurchsichtigen Obsidian. Und Huck, eine Bauchrednerpuppe, die eine wahrhaft magische Fähigkeit besitzt …

Im Rahmen seines dreimonatigen, virtuellen Stipendiums erzählt Stefan Petermann die Biographie einer erfundenen Figur anhand von Einträgen in der Zeitleiste von Facebook. Diese Geschichte ist nicht chronologisch erzählt, sondern rückwärts, seitwärts, manchmal auch vorwärts, durcheinander, übereinander. Verschiedene Ebenen sollen sich bilden und ineinander verschränken und so jeden Leser das Leben Henry Sys anders wahrnehmen lassen.

„Stefan Petermann schreibe einen Echtzeitroman des 21. Jahrhunderts“, so die Jurymitglieder der Bremer Netzresidenz, „und experimentiere dabei innerhalb des sozialen Netzwerkes Facebook mit den klassischen erzählerischen Mitteln. Der Autor bewege sich mit seinem Projekt im Spannungsfeld von Narration und Interaktion, von realen wie erfundenen Schauplätzen und Ereignissen. Mit dieser neuen Form der digitalen Literaturvermittlung erreiche Stefan Petermann gerade auch jüngere Leserinnen und Leser, die sich noch nicht unbedingt für Literatur interessieren.“

Die Bremer Netzresidenz wird vom virtuellen Literturhaus Bremen für herausragende literarische Onlineprojekte verliehen und ist mit 2.000 Euro dotiert. Neben dem Preisgeld erhält der Preisträger einen vierwöchigen Aufenthalt im kunst:raum sylt quelle auf der Nordseeinsel Sylt. Die „Bremer Netzresidenz“ wird durch die Bernd und Eva Hockemeyer Stiftung und die Stiftung kunst:raum sylt quelle realisiert. Mit freundlicher Unterstützung der Fotothek Weimar.

Hier geht’s zum Roman. Und hier gibt’s mehr zum Projekt und über Stefan Petermann. Viel Spaß!