Die Straße lebt!

Dass es so etwas in den zunehmend gentrifizierten Tagen des heutigen Ottensen noch gibt: ein ganz unkommerzielles (sieht man mal vom Bier- und Bücherstand ab) Happening auf dem Bürgersteig, vor der Kulisse des kleinen Kiosks am Ende der Ottenser Hauptstraße. Was war dort geschehen?

Schon kurz vor Beginn kamen zielstrebige Interessierte wie auch Passanten, die, angelockt von den Soundchecks und dem Treiben in und vor dem Kiosk, einfach stehen blieben, um der diesjährigen Kiosk-Lesung beizuwohnen, die wie in den letzten beiden Jahren im Rahmen der literatur altonale stattfand.

Xóchil A. Schütz sorgt mit ihren Texten dafür, dass sich der Gehweg nicht leert.

Xóchil A. Schütz sorgt mit ihren Texten dafür, dass sich der Gehweg nicht leert.

Der Abend versprach schön zu werden, gab es doch so einige literarische und musikalische Highlights. Auch das Wetter gab alles, um mithalten zu können. Für das gesprochene Wort waren die Berliner Spoken-Word-Poetin Xóchil A. Schütz und der aus Ravensburg angereiste „Poetry-Partisan“ Toby Hoffmann eingeladen worden. Beide hatten ein abwechslungsreiches Programm im Gepäck, das für gute Stimmung, aber zuweilen auch nachdenkliche Momente auf dem Bürgersteig sorgte.

Kiosk-Besitzer Wini hatte für den musikalischen Part eine ziemlich bunte Mischung von Musikern aus der Nachbarschaft zusammengetrommelt. Coverversionen bekannter Stücke, eigene Kompositionen, Blues, Singer-Songwriter, erfahrene Gitarristen und Nachwuchsmusiker – Wini hat auf dem Bürgersteig vor seinem Kiosk ein kleines Festival auf die Beine gestellt. Und all das ohne großes Brimborium, ohne durchgestylte Werbetexte oder aufdringliche Sponsoren. Das tut dem Stadtteil gut.

Und so sieht es aus, wenn man den Bürgersteig zur Bühne macht:

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr …

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