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Keine leichte Kost

Freitag, 04. Februar 2011

Dass unser Herbsttitel Dorian. Ein Scheitern in Postkarten nach wie vor polarisiert, zeigen zwei Besprechungen der vergangenen Tage.

Auf Librithek.de zeichnet die Rezensentin zwar ein klares Bild des Inhalts – „Dzebro erzählt die Geschichte eines Niedergangs. New York ist bei ihm die komprimierte Zusammenballung von allem Verkommenen. Die Zeitungsnachricht, die man besser nicht gelesen hätte, das Blut, das von der Zimmerdecke tropft. Die Moral ist abwesend. Die Seiten von Dzebros Roman atmen Sperma, Schnaps und abgestandenen Schweiß.“ -, fällt dann aber das Urteil, Dorian sei gewollt böse und verkorkst und man solle doch gleich zu den „Originalen“, zu Bret Easton Ellis und William S. Burroughs greifen.

Ganz anders auf Glanz & Elend: Zu Beginn hegt der Redakteur den Verdacht, Marco Dzebro habe es sich etwas einfach gemacht, nur Verkommenheit auf 160 Seiten, ehe er dem Sprachrhythmus und dem Inhalt verfällt und resümiert: „Dorian ist ein sehr eigenwilliger Roman, vielleicht ist es auch gar kein Roman. Es ist eine Sammlung von Miniaturen, die böse und traurig sind, voller gewaltvoller, makabrer Sprachbilder … ein düsteres Vergnügen.“

Dieses düstere Vergnügen gibt es ganz einfach über unsere Homepage (portofrei) oder beim nächsten Buchhändler. Zugreifen!

„Nicht sprachgewaltig und direkt …

Dienstag, 21. Dezember 2010

… sondern erzählerisch verborgen und verstrickt wirkt eine Ästhetik, deren Teile sich zum Ende hin erheben und in sich einen eigenen Kosmos erschaffen. Eine Welt, die realistisch erscheint, aber dennoch so fern von allem ist, was man kennt.“ So heißt es in dem Musikmagazin MainStage über Stefan Petermanns Roman „Der Schlaf und das Flüstern„.

Und bei den Düsseldorfer Lesefreunden erfährt unser Herbsttitel „Dorian. Ein Scheitern in Postkarten“ eine schöne Resonanz: „Die Person Dorian bleibt ein großes Rätsel, was die Spannung zwischen den Zeilen jedoch noch erhöht. Mit prägnanten Sätzen hat der Leser das Gefühl, direkter Empfänger der Botschaften zu sein, die hier so unmittelbar und dennoch poetisch daherkommen.“

Eine nette Ankündigung der Lesung von Selim Özdogan am 6. Dezember in der Kölner Zoo Bar gab es in der Stadtrevue. Die Lesung wurde übrigens im Radio-Literaturmagazin Seitenansicht (KölnCampus) übertragen; alle 2 Wochen wird hier über Literatur in Köln berichtet, über Lieblingsbücher und mit Autoren geschnackt.

Gewonnen!

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Am Nikolaustag haben wir ein Exemplar von „Dorian“ verlost unter all denjenigen, die uns etwas über die Stadt erzählen; ihre Lieblingsstadt, ihre Heimatstadt oder etwa ein besonderes Erlebnis, das mit einer Stadt verknüpft ist. Gewonnen hat Nadine H. mit einer Hommage an Bochum, die wir euch nicht vorenthalten möchten:

„Meine Heimatstadt Bochum begeistert mich immer wieder aufs Neue. Eine Stadt, die ein kultureller Schmelzpunkt ist, an dem viele Leute aufeinander treffen und die als einzige mit einer so gewaltigen Betonschönheit aufwarten kann wie der Ruhruniversität. Das kulturelle Leben sprießt und gedeiht im Ehrenfelder Viertel, das Schauspielhaus besticht durch das neue europäische Konzept und selbst für Ausflügler ins Grüne haben wir allerhand zu bieten. Und immerhin sind wir die Stadt mit der echten Dönninghaus – gehse inne Stadt, wat macht dich da satt? Die Currywurst! Ein Ort, an den ich immer wieder zurückkehren werde, egal wohin es mich zeitweise verschlagen wird.“

Wow! Nochmals herzlichen Glückwunsch an Nadine H.